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Welches Einsparpotential haben Infrarotheizungen im Vergleich zu Nachtspeicherheizungen

Nahezu überall kann man lesen, dass man mit Infrarotheizungen bis zu 50% Heizkosten einsparen kann. Wir wollten es genau wissen, und haben in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bad Kreuznach einen Test über ein Jahr laufen lassen.

Dieses Einfamilienhaus wurde bisher mit Nachtspeicherheizungen beheizt. Als Referenz für unseren Test nahmen wir die Verbrauchswerte aus 2011. Die Nachtspeicherheizungen wurden abgeschaltet und alle Räume wurden mit Infrarotheizungen ausgestattet.

In der folgenden Tabelle haben wir die monatlichen Verbräuche von 2011 mit Nachtspeicherheizungen den Verbräuchen von 2012 mit Infrarotheizungen gegenüber gestellt.

Da die Temperaturen natürlich in beiden Jahren nicht identisch waren, wurden die Gradtagzahlen (GTZ) beider Jahre mit berücksichtigt. Die Gradtagzahl für einen Monat errechnet sich aus der Summe der Temperaturdiffezenzen jedes einzelnen Tages zwischen der gewünschten Innentemperatur und der Außentemperatur. Näheres zur Gradtagzahl erfahren Sie bei Wikipedia.

Somit ergibt sich ein wetterbereinigter Energieeinsatz für 2012, der in der letzten Spalte dargestellt wird und zum schlussendlichen Vergleich mit 2011 dient.

MonatEnergieeinsatz 2011 mit
Nachtspeicherheizungen in kWh
GTZ 2011Energieeinsatz 2012 mit
Infrarotheizungen in kWh
GTZ 2012Energieeinsatz 2012 in kWh
wetterbereinigt
Januar2.1745411.2294891.111
Februar1.9184661.0855881.369
März1.663393940347829
April1.0231505783011.157
Mai5128228997343
Juni2941716636348
Juli115136515
August1021158528
September38457217121464
Oktober1.023271578317675
November1.535443868416815
Dezember2.0464621.1576181.549
Gesamtjahr12.7897.2308.693

Ergebnis des Vergleichs

Die Zahlen zeigen, dass nach der Umstellung wesentlich weniger Energie verbraucht wurde. Von 2011 auf 2012 ergibt sich eine Energieeinsparung von 32%!

Nun kann man diesem Vergleich vorhalten, dass der Nachtstrom, mit dem die Nachtspeicherheizungen betrieben werden, günstiger ist als der reguläre Lichtstrom. Dies ist richtig und relativiert das Ergebnis ein wenig. Dass Sie aber dennoch ordentlich sparen können zeigt folgende Beispielrechnung.

Für das Beispiel gehen wir von einem Stromverbrauch von 12.000 kWh zum Heizen mit Nachtspeicherheizungen aus. Für die Infrarotheizungen nehmen wir einen 30% geringeren Verbrauch an, also 8.400 kWh.

Zunächst die Berechnung der Kosten mit regulärem Stom für die Infrarotheizung. Zur Berechnung der Heizkosten multiplizieren wir nun den Stromverbrauch mit dem Strompreis:

8.400 kWh x 0,25 Euro = 2.100 Euro

Für die Nachtspeicherheizung gehen wir von einem Nachtstromtarif von 0,18 Euro je kWh aus. Es gibt sicherlich noch alte Verträge, die einen etwas günstigeren Tarif haben, aber auch diese werden nach und nach angehoben.

12.000 kWh x 0,18 Euro = 2.160 Euro

Zwischenstand

Obwohl wir hier eine Energieeinsparung von über 30% haben, ist der preisliche Vorteil mit 60 Euro im Jahr erstmal Bescheiden. Dies liegt daran, dass wir für die Infrarotheizung mit einem ganz normalen Stromtarif gerechnet haben und der Preisvorteil des Nachtstroms die Energieeinsparung quasi "auffrisst".

ABER: mittlerweile gibt es von immer mehr Anbietern Heizstromtarife, die auch für die Infrarotheizung genutzt werden können. Diese heißen dann meistens Wärmepumpenstromtarif. Preislich liegen diese Tarife je nach Anbieter und Gebiet zwischen 0,19 und 0,22 Euro / kWh.

Rechnen wir das Beispiel oben mit einem solchen Tarif und nehmen hier 0,20 Euro / kWh an, ergibt sich schon ein anderes Bild:

8.400 kWh x 0,20 Euro = 1.680 Euro

Hier erreichen wir also eine Einsparung von 420 Euro im Jahr.

Fazit

Eine Energieeinsparung bei der Umstellung von Nachtspeicherheizungen auf Infrarotheizungen ist nahezu schon garantiert. Das liegt vor allem daran, dass Sie nur die Energie verbrauchen, die Sie auch tatsächlich benötigen und die Energie wesentlich effizienter genutzt wird. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag "Wie funktioniert die Infrarotheizung".

Ob Sie durch die Umstellung auch Geld einsparen hängt oft jedoch von Ihren Strompreisen ab. Nehmen Sie sich hier Zeit und vergleichen Sie die Angebote der unterschiedlichen Anbieter, denn auch schon 2 Cent Unterschied machen im Jahr schnell ein paar Hundert Euro Unterschied aus.

Aber selbst wenn Sie kaum Geld durch eine Umstellung einsparen, macht eine Umstellung trotzdem Sinn. Schließlich verbrauchen Sie weniger Energie, belasten damit die Umwelt weniger und haben gleichzeitig ein wesentlich angenehmeres Raumklima ohne Schimmel, ohne Staubaufwirbelung etc.

Angaben zum Testobjekt

Bei dem Test handelte es sich um ein freistehendes Zweifamilienhaus in Bad Kreuznach. Das erste Obergeschoss und das Dachgeschoss wurden mit folgenden Infrarotheizungen ausgestattet:

1. Obergeschoss (Gesamt: 90,48 m²)
RaumFlächeAnz. AußenwändeHeizleistung
Wohnen / Essen / Kochen56,31 m²34 x 600 Watt, 3 x 700 Watt
Schlafzimmer20,50 m²33 x 600 Watt
Bad / WC4,24 m²11 x 400 Watt
Flur9,43 m²01 x 700 Watt
Dachgeschoss (Gesamt: 61,80 m²)
Zimmer 132,40 m²32 x 600 Watt, 2 x 700 Watt
Zimmer 28,57 m²21 x 700 Watt
Dusche / WC5,04 m²11 x 500 Watt
Sauna8,08 m²11 x 700 Watt
Flur7,71 m²11 x 600 Watt
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